Global und virtuell: Erstes SMA internes Barcamp gestartet

von Madlen Freudenberg (Gastbeitrag), , 1 Kommentar

Was passiert, wenn 100 Führungskräfte aus 13 Ländern virtuell und ohne festgelegte Agenda aufeinander treffen? Hier der Bericht über ein komplexes und spannendes Experiment, das Lust macht auf mehr.

 

Eine Konferenz, die für die Einen um 7:00 Uhr morgens, für die Anderen um 5:00 Uhr nachmittags startet, ist ungewöhnlich. Noch ungewöhnlicher ist eine Konferenz ohne Agenda. Lediglich eine Fragestellung gab es: „How to become a truly global organization?” Dieses Thema diskutierten Führungskräfte bei SMA aus der ganzen Welt im Rahmen des ersten internen Barcamps. Und damit man nicht nur übereinander sondern miteinander sprach, musste das ganze gleichzeitig und virtuell in verschiedenen Zeitzonen stattfinden. Eine Aufgabe, die uns Organisatoren im Vorfeld einige schlaflose Nächte bereitete.

Kurz zur Erklärung: Ein Barcamp ist ein interaktives und offenes Konferenzformat, bei der die Agenda von den Teilnehmern selbst kommt.

Die Idee dahinter: Die Kaffeepausen einer Konferenz sind oft am spannendsten. Auf einem Barcamp werden daher nur die Fragen diskutiert, die die Teilnehmer wahrscheinlich in der Kaffeepause gestellt hätten bzw. die Themen, die ihnen wirklich unter den Nägeln brennen.

Denn jeder ist auf seinem Gebiet Experte und besitzt genug Erfahrungen und Wissen, um die Diskussion zu bereichern und so gemeinsam zu neuen Erkenntnissen und Lösungsansätzen zu kommen. Wie viel dabei jeweils herauskommt, hängt davon ab, wie sich die Teilnehmer einbringen.

 

Wie entwickeln wir uns zu einem wirklich international agierenden Unternehmen?

SMA ist weltweit in 20 Ländern vertreten. Auch wenn viele Prozesse und Kommunikationswege internationalisiert wurden, merkt man, dass SMA seinen Firmensitz in Deutschland hat und oft noch eine „zu deutsche“ Brille aufhat. Das Ziel, ein wirklich internationales Unternehmen zu werden, kann nur gelingen, wenn wir auch wirklich international zusammenarbeiten, Wissen austauschen und ein gemeinsames Verständnis unseres Unternehmens entwickeln. Führung spielt dabei eine entscheidende Rolle, denn sie ist Vorbild, stellt Weichen und setzt den Handlungsrahmen für die Mitarbeiter. Da wir nicht alle Führungskräfte nach Deutschland holen konnten, entwickelten wir ein virtuelles Barcamp-Format.

Die Kollegen konnten sich an zwei Terminen, optimiert für ihre Zeitzone anmelden. Am gewählten Barcamp-Termin trafen sich die Führungskräfte in ihren lokalen Videokonferenzräumen, die sinternational vernetzt waren. Hier fand nach einer Begrüßung und Einführung auch die gemeinsame Session-Planung statt. Anschließend konnten sich die Teilnehmer per Webex in eine von bis zu vier parallel stattfindenden Sessions einwählen. In den Sessions, die jeweils 45 Minuten dauerten, ging es beispielsweise um Themen wie „Distance Leadership“, „International Communication“ oder „How to become faster?“

 

Praxistest: Virtuelle Zusammenarbeit

Neben dem internationalen Austausch an sich, haben wir auch gleichzeitig einen Schritt nach vorn in der Nutzung der bei SMA verfügbaren Werkzeuge zur virtuellen Zusammenarbeit gemacht. Das betrifft sowohl unsere Führungskräfte als auch unsere Moderatoren. So haben wir für das Barcamp extra Mitarbeiter geschult, um virtuelle Meetings zu moderieren. Dieses Wissen wird sich ganz sicher weiterverbreiten und einen Beitrag dazu leisten, die Kommunikation auf noch internationalere Füße zu stellen

 

Positives Feedback von den Führungskräften für die Veranstaltung

„Es hat wirklich Spaß gemacht! Das ist das Format der Zukunft.“, so das Feedback von Ulrich Hadding, SMA Vorstand Finanzen, Personal und Recht, der an beiden Tagen des Barcamps aktiv dabei war. Auch die anderen Teilnehmer lobten die cross-funktionale Kommunikation und wünschten sich mehr solch interaktiver Formate. Ein Ergebnis waren Regeln zur internationalen Kommunikation. Zum Beispiel verständigte man sich in einer Session darauf, ab sofort beim Erstkontakt mit einem neuen Kollegen, keine E-Mails mehr zu schreiben, sondern anzurufen oder besser noch gleich einen Video-Call zu vereinbaren.

Was jeder Einzelne vom Barcamp mitnimmt, wird so unterschiedlich sein, wie die Teilnehmer selbst. Eins ist jedoch gewiss: es hat Lust gemacht auf Mehr.

 

 

Barcamp Renewables: Vernetzung und Ideen-Pingpong für die Energiewelt von morgen

SMA hatte 2011 die Initiative für das Barcamp Renewables, das seitdem in Kooperation mit den Energiebloggern und dem Kompetenznetzwerk deENet am Firmenstandort in Niestetal stattfindet. Auf dem Barcamp Renewables vernetzen sich Privatpersonen, Start-ups, Energieblogger, Wissenschaftler sowie Unternehmensvertreter und diskutieren Trends aus dem Bereich Erneuerbare Energien und Cleantech.

Wollt ihr auch Barcamp Luft schnuppern? Hier erfahrt ihr mehr.

 

1 Antwort
  1. we-love-webdesign sagte:

    Es ist echt eine super Idee die Themen, die eigentlich immer nur so am Rand besprochen werden zur Hauptattraktion zu machen. Auch die Tatsache, dass die Fragen und Anregungen der Teilnehmer direkt aufgenommen werden klingt interessant. Bei der Onma ( onma.de/webdesign-hannover ) versuchen wir auch immer neue Methoden auszuprobieren. Und da ist es schön seinen eigenen Horizont dauerhaft erweitern zu können.

    Antworten

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